Prüfen Sie im Verzeichnis
C:\it-scom
ob dort ein Ordner „MariaDB“ erstellt wurde.
Gehen Sie wie folgt vor:
Deinstallieren Sie die IPA-Suite Software vollständig.
Prüfen Sie, ob bereits eine MariaDB-Installation auf dem System vorhanden ist und von einer anderen Software verwendet wird.
Falls keine MariaDB-Installation vorhanden oder in Verwendung ist, prüfen Sie die Windows-Registry:
Öffnen Sie Windows → Ausführen → regedit
Navigieren Sie zu folgendem Schlüssel:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\MariaDB 10.6 (x64)
Exportieren Sie den Schlüssel zur Sicherung oder löschen Sie den kompletten Ordner
„MariaDB 10.6 (x64)“
Falls folgende Ordner existieren:
C:\it-scom\mariadb
C:\it-scom\IPA-Suite
benennen Sie diese um, z. B. in:
_mariadb
_IPA-Suite
Starten Sie anschließend die Installation der IPA-Suite erneut.
Dieser Hinweis ist nur relevant, wenn der IPA-Server-Dienst nicht mit dem Konto
„Local System“ / „Lokales System“ gestartet wird.
Öffnen Sie das Logfile:
_IPA-Server_log.txt
Falls folgende Meldung erscheint:
IPA-Server 10/9/2022 9:13:44 AM OnStart
Login to DB success: False *************** ERROR ***************
liegt das Problem vermutlich an fehlenden Berechtigungen auf RSA-Maschinenschlüssel.
Die RSA-Maschinenschlüssel befinden sich unter:
C:\ProgramData\Microsoft\Crypto\RSA\MachineKeys
Alle Schlüssel, die vom lokalen Systemkonto erstellt werden, sind für andere Benutzer (z. B. Domänenkonten) standardmäßig nicht zugänglich.
Wenn der IPA-Server-Dienst mit einem Domänenkonto läuft, kann dieses den Schlüssel nicht lesen – eine Authentifizierung an der MariaDB-Datenbank ist daher nicht möglich.
Erteilen Sie dem verwendeten Dienstkonto die entsprechenden Berechtigungen auf:
C:\ProgramData\Microsoft\Crypto\RSA\MachineKeys
Nach Vergabe der korrekten Berechtigungen kann sich das Konto an der Datenbank authentifizieren und der IPA-Server-Dienst startet erfolgreich.
Während der IPA-Suite Server-Installation kann es zu einem Rollback kommen.
Die MariaDB-Datenbank sowie der Dienst „IPA-SuiteDB“ werden nicht installiert.
Im Windows Event Log erscheint folgende Meldung:
Product MariaDB 10.6 (64x)
Error 1920
Service "IPA-SuiteDB" failed to start.
Verify that you have sufficient privileges to start system services.
Während der MariaDB-Installation wird ein virtueller Benutzer erstellt:
NT Service\IPA-SuiteDB
Dieser ist Mitglied der Gruppe:
NT SERVICE\ALL SERVICES
In seltenen Fällen wurde dieser Gruppe das Recht entzogen, Dienste zu starten.
Der Administrator muss der Gruppe
„NT SERVICE\ALL SERVICES“
wieder das Recht „Anmelden als Dienst“ erteilen.
Vorgehensweise:
Öffnen Sie die Lokale Sicherheitsrichtlinie
Navigieren Sie zu:
Lokale Richtlinien → Zuweisen von Benutzerrechten
Öffnen Sie:
Anmelden als Dienst
Fügen Sie die Gruppe
NT SERVICE\ALL SERVICES
wieder hinzu.
Starten Sie anschließend die Installation des IPA-Suite Servers erneut.
Bei der Installation oder dem Update auf MariaDB Version 12.0.2.0 auf einem System mit Windows Server 2016 kann es zu Installationsfehlern oder einem Rollback kommen.
Die Ursache ist, dass Windows Server 2016 von MariaDB 12.0.2.0 nicht unterstützt wird.
MariaDB 12.x setzt neuere Windows-Versionen voraus.
Windows Server 2016 erfüllt diese Systemanforderungen nicht mehr.
Upgrade auf eine unterstützte Windows-Version, z. B.:
Windows Server 2019
Windows Server 2022
Anschließend MariaDB 12.x erneut installieren.
Falls ein Upgrade des Betriebssystems nicht möglich ist, muss eine mit Windows Server 2016 kompatible MariaDB-Version verwendet werden (z. B. MariaDB 10.6 LTS – je nach Support-Stand prüfen).
Für produktive Systeme empfehlen wir ein Upgrade auf eine aktuelle Windows Server Version, um:
Sicherheitsupdates zu erhalten
Kompatibilität mit aktuellen MariaDB-Versionen sicherzustellen
Langfristige Stabilität zu gewährleisten